Herstellung

Manufaktur & Geschichte

 

Hergestellt werden Steeldrums (eigentlich “Steelpan”) traditionell aus Ölfässern. Das Schlaginstrument ist vergleichsweise noch sehr jung und entstand in den 1930er Jahren auf der Karibikinsel Trinidad, wo es als Nationalinstrument gilt. Damit ist die Steeldrum das einzige akustische Instrument, das im 20. Jahrhundert erfunden wurde.

Der Ausdruck “Steeldrum” hat sich vor allem in den USA und Europa durchgesetzt. In Trinidad bezeichnet man als “Drum” nur das Rohmaterial, aus dem eine Steelpan gebaut wird. Trinidad und Tobago ist reich an Erdöl und so baut man bis heute Steeldrums aus ausrangierten Ölfässern, indem man einen konkaven Resonanzkörper und Tonfelder formt. Die kleinteiligen Arbeitsschritte bis hin zur Stimmung der Steeldrum erfordern viel Übung und Können.

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Formgebung

Sinking 

Ihre konkave From erhält die “Drum” unter Anwendung eines Drucklufthammers sowie eines zweiten Hammers für die Gleichmäßigkeit. Die “Drum” wird je nach Art der Steelpan unterschiedlich tief geformt.

 
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Zeichnung

Drawing

Mit Hilfe von Stift, Lineal und Schablonen erhält jedes Instrument - je nach Art - sein spezielles Aussehen. Dabei hat jede Steelpan ihr ganz eigenes Design. Der Panbauer zeichnet die Tonfelder ein und beschriftet sie.

 
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Tonfeld-Form

Counter Sink

Hier wird die Steeldrum auf die Gravur vorbereitet. Wenn die Form der Tonfelder mit dem Hammer vorgeformt ist, kann die anschließende Gravur leichter erfolgen. Außerdem wird die Festigkeit der Tonfelder erhöht.

 
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Gravur

Grooving

Bei der Gravur entsteht mittels Hammer und Eisen eine Vertiefung, die die Notenfelder voneinander trennt. Entweder frei Hand ausgeführt oder mit Hilfe einer Klemme. Letzteres nimmt jedoch sehr viel mehr Zeit in Anspruch.

 

Stimmung “Tuning”

Das Stimmen einer Steeldrum ist der spezifischste Teil der Steeldrum-Herstellung und erfordert besondere Fähigkeiten und Kenntnisse.

Die Vorbereitung: Das Metall der Noten wird erweicht und nach dem Ermessen des “Tuners” angepasst.

Die Vor-Stimmung: Hier werden die Noten in die richtige Tonlage gebracht, noch bevor die Steeldrum ihre Chromschicht und Farbe erhält.

Die Fein-Stimmung: Hiermit ist die abschließende Anpassung der Töne gemeint, während die Steeldrum in ihrer finalen spielbaren Position hängt.